Lancia Delta 836 1.8i.e. ”STRADALE“

  • Das mit dem steigenden Vertrauen kenne ich auch. Nach der Tour schätze ich das Eisenschwein als Jahrhundertmotor ein. Das sowas mit etwas Liebe, so langer Zeit, Wartungsstau und Laufleistung so durchmarschiert, hätte ich im Leben nicht gedacht. Man muss dazu sagen, dass wir stundenlang mit 4500 Umdrehungen unterwegs waren (allerdings nur bei 140 Km/h...). Vollgas durch die Kasseler Berge und den bayerischen Wald mit argen Steigungen. Werkzeug und Teile hatte ich mit. Gebraucht habe ich davon nichts. Das hat schon Spaß gemacht.


    Konstruktiv und optisch ein wunderschöner Motor. Querstromkopf, zwei Nockenwellen, feste Stößel. Das sind Zutaten für einen ”Sportmotor“. Kein Rennwagen aber wie er ab 4000 nochmal an Leistung zulegt, ist schon schön. Anfangs fand ich ihn schlapp, weil ich mich nicht getraut habe zu drehen. Aber er braucht das und wurde dafür gebaut.


    Ich muss erstmal putzen, die ganzen Fliegen hängen noch an der Front und die Räder sind schwarz. Heute noch eine mit Kartoffeln übersäte Fahrbahn gequert und die Radkästen mit Püree eingesaut. Bauer Horst hat die Klappe von Anhänger nicht richtig verriegelt...



    Gruß Frank


  • Weiterhin alles Gute und viele weitere glückliche Kilometer!

    Dieser Motor hält noch richtig was aus und sind eigentlich ziehmlich genügsam was an Wartungarbeiten angeht. Bei ein bisschen guter Pflege erreichen sie eine stattliche Kilometerleistungen und das bei erfrischenden Leistungentfaltung!


    Grüsse dich
    Autolux

  • Ein paar Kleinigkeiten sind zu berichten, nichts dramatisches. Dem Generator gebe ich nicht mehr allzu lange. Auf dem Trip kam ja zweimal das Lämpchen und ich meine langsam Lagergeräusche zu hören. Der Nachfolger liegt schon bereit. Diese Saison sehe ich da aber noch keinen Handlungsbedarf.


    Fensterheber links und Schiebedach reagieren manchmal nicht. Nach kurzer Wartezeit läuft dann aber alles wieder. Ich werde das entspannt weiter beobachten. ;)


    Gruß Frank

  • Moinsen,


    das hört sich doch gut an, dass er sich bester Gesundheit erfreut! Mit Ausfällen bei der Elektrik ist immer zu rechnen, dass gehört beim Fiat-Konzern zum normalen Alterungsprozeß - nachdem man auf Bleche aus Osteuropa verzichtet hatte, hat man augenscheinlich dort die Kabelbäume fertigen lassen...


    Für mich ist es jedesmal ein Prozeß, vom Familienkombi (Astra J 1.4 Turbo) in den Delta zu wechseln - da passiert alles zwischen 2000 und 3500 Umdrehungen, beim Delta das meiste ab 3500. Du kannst die Dinger nur drehen, das ist wahrscheinlich beim 90 PS 8V noch krasser. Wurde übrigens schon in den Tests der 90er bemängelt...


    Beste Grüße,

    Christof

  • Hallo Frank,


    da kann ich Christof nur zustimmen. Die Kontaktprobleme kenne ich auch, irgendwo gibt es immer einen Elektrowurm. Was sich mir nicht erschließt, warum das so ist, so viel anders ist doch die Elektrik nicht aufgebaut. Ich denke es liegt an der Materialgüte und der Kapselung vor Feuchtigkeit. Was auffällig ist, dass die Kabel schrumpfen/kürzer werden und dadurch Kontaktprobleme auftreten. Ich habe bereits das Erregerstromkabel der Lima und ein Kabel am Anlasser verlängern müssen. Auch im Motorraum werden die Kabelbäume immer straffer. Sehr stramm ist z.B. das Kabel vom Bremsflüssigkeitsbehälter.


    Grüße

    Thomas

  • Bisher ging immer alles wieder zu, kam auch kein spontanes Schauer. Ganz normales, altes Auto, alles andere wäre auch langweilig ^^.


    Vergleichstests von früher kann ich mich noch dran erinnern. Zwar nicht explizit vom Delta, aber Italiener aus der Zeit. Sitzposition wurde bei dabei immer (teilweise als ”froschig“ bemängelt. Ja, der Sitz könnte für mich noch einen Zahn weiter nach hinten. Aber den Trip habe ich ohne Schmerzen überstanden. Alles gut. Und find mal bei der Konkurrenz einen Kompakten mit verstellbarer Lenksäule.


    Radio zu tief wurde auch immer bemängelt. Das stimmt. Es gibt Schlimmeres.


    Späte Leistungsentfaltung: Wenn man das weiß und nutzt ist das für mich okay und macht Spaß. Im Alltag für den Ottonormalfahrer vielleicht eher nichts. Das der jetzt auch säuft wie ein Loch, kann ich nicht behaupten.


    Übersicht nach hinten: Mau. Aber wer schön sein will muss leiden. Der konnte keinen Vergleichstest gewinnen. Spaß und Schönheit gehen in der Regel nicht in die Wertung.


    Ein Anliegen hätte ich noch: Wenn ich ihn drehe, schalte und danach wieder drauf trete, meine ich erst eine leichte Verzögerung wahrzunehmen bis es wieder voran geht. Kein ruckeln, auch kein Leistungsloch. Soweit ich weiß wird der Motor über einen Mapsensor und das Drosselklappenpoti gesteuert. Lufmengen- oder Massensensor hat er nicht. Ich vermute einen trägen Mapsensor (bestimmt noch der erste). Der ist auch nicht teuer meine ich.

    Gruß Frank

  • Ich würde ja gerne viel erzählen, aber außer tanken und fahren ist nicht wirklich viel passiert in letzter Zeit. Wir genießen die letzten schönen Tage, ich hab ja Gott sei Dank den November noch gebucht bei der Zulassungsstelle. Ich hoffe, beim Rest ist auch alles gut soweit.


    Schraubertechnisch wird sich aktuell um den Daily (nein, kein Iveco) gekümmert. Etwas außen und innen auffrischen und die Handbremse instandsetzen. Leidiges Thema bei dem Auto. Ansonsten ist er noch gut für seine 18 Jahre. Und der kleine Engländer verlangt nach frischem Lenkgetriebe. Damit bin ich schon angefangen, das wird aber ’ne größere OP... Immer was zu tun. Das beste Hobby in dieser etwas schrägen Zeit!


    Gruß aus der Schrauberhöhle.


  • Achso, gestern kam noch der Hilferuf eines Fahrers der (relativ) aktuellen Giulietta. Springt nicht an. Hingefahren, Strom gemessen, auf den Magnetschalter gekloppt (ja, kommt man von oben dran) und zur Sicherheit hat der Delta noch etwas Strom gespendet. Leider nix zu machen. Magnetschalter hat geklackt, aber nicht richtig angezogen. Ich vermute, der Anlasser hat es hinter sich.


    Gruß Frank