Erfahrung Strahl-Pistole

  • Hallo Claus,


    da auf der Seite ist auch eine Produktbewertung, ist zwar nur eine, so dass das nicht repräsentativ sein muss, aber die ist alles andere als ermutigend...


    ich hatte mir übrigens das hier zugelegt;

    https://www.ebay.de/itm/321977036855

    da ist sogar nioch Strahlgut mit bei. Zum Ergebnis: nun ja, ich glaube, ich könnte einen Kompressor mit mehr Wumms gebrauchen, aber grundsätzlich macht das Teil auch Rost weg und geht nicht gleich kaputt, also besser als das Ding von Einhell (was nach meiner Erfahrungmit neuerem Einhell-Gerät keine große Kunst ist).


    VG

    Rüdiger

  • ... ich glaube, ich könnte einen Kompressor mit mehr Wumms gebrauchen...

    Und wenn du den hast merkst du, dass es noch mehr Wumms sein müsste.

    Bei guten Strahlpistolen wird üblicherweise der Luftbedarf angegeben. Das solltest du vorher mit der Kompressorleistung abgleichen. Und zwar ist da die Abgabeleistung beim gewünschten Druck wichtig, nicht die Ansaugleistung (die gerne als einzige angegeben wird).

  • Bei guten Strahlpistolen wird üblicherweise der Luftbedarf angegeben. Das solltest du vorher mit der Kompressorleistung abgleichen. Und zwar ist da die Abgabeleistung beim gewünschten Druck wichtig, nicht die Ansaugleistung (die gerne als einzige angegeben wird).

    Danke für den Tipp - und das klingt von den Anbietern schon etwas hinterhältig...


    127-Uwe: ich glaub ich fress gleich nen Besen! Die müssen die Produktbewertung vor ziemlich kurzer Zeit rausgenommen haben. Zusammengefasst stand da drin drin: hat nicht einen Krümel Rost weggemacht, das Röhrchen drinnen ist nach kurzer Zeit gebrochen, Ratschläge wie, mit dem Teil bloß nicht einen Krümel Strahlgut zu verschwenden, und "einmal Einhell, nie mehr Einhell".

  • Hallo Claus, ich Strahle eigentlich recht viel, jedoch habe ich eine Strahlkabine von 1000 l volumem. Wenn du jetzt nur paar mal im Jahr strahlst, kannst du mit den oben genannten produkten gut zu recht kommen. Beim Ersten Link von Einhell, das gibt eine riesige sauerei, der Strahlgut bedarf ist enorm da alles in die luft geht, ja nicht in einem geschlossenen raum machen!! Beim Strahlen ist immer ein grosser Luftbedarf da, es reicht nicht so ein kleinen Kompressor zu haben, der ist dann immer am arbeiten, ca. Ab eiem Kompressor mit 200l Tank funktioniert das, ohne die Lust zu verlieren.

  • hallo claus,

    die Frage ist natürlich, wieviel du strahlen willst - ein, zwei kleine stellen, oder den ganzen karren innen & aussen?

    ich hatte mir, da mir das ergebnis meiner ersten in auftrag gegebenen strahlorgie nicht gefallen hat, eine kleine pistole von metabo für übersichtliches geld gekauft....

    das hüpfende komma ist wirklich der strahldruck! mit 6bar kommst du nicht sonderlich hin, alles über 8bar geht ganz gut, du brauchst aber einen großen kessel, sonst kannst du 15 sekunden strahlen und dann wieder warten bis der druck auf einem ordentlichem level ist.


    das komplettangebot von rüdiger Beta-Tester macht grundsätzlich einen guten eindruck, für die kleinen rostporen musst du ggf. in zweiter runde mit den glasperlen ran... das ist dann aber eine ziemlich sauerei, der glasperlstaub kraucht in alle ritzen, selbst mit sichtschutzhelm und schutzbrille gibt's dann "rauhe augen", also schaut man wie ein frettchen drein...

    so richtig gesund ist das bestimmt nicht.


    auf den bildern, sind die rostporen am fensterrahmen zu sehen, die der profi mit der dicken strahlleitung incl. genügend druck auf'm kessel, nicht wegbekommen hat. mein (stundenlanger) versuch mit normalen strahlkorund war schon besser, aber richtig gut ist es erst mit den glasperlen geworden.


    good luck

    chis

  • Vielleicht kann ich hier was - aus jahrzehnte langer Erfahrung - berichten.


    Ich habe mehrere Strahlkabinen ( wg. verschied. Strahlmittel) und habe Ende der 60ger -als es noch richtig wurscht war wo man seine Sachen strahlte, also hinterm Haus auf der Wiese - meine Strahlaktionen begonnen. Damals kostete der Sack Strahlgut DM 3,75 beim Baustoffhändler. ( Und da kauft man es heute noch am günstigsten)


    Wichtig ist: Was will ich strahlen, wie ist das Teil beschaffen, mit was will ich strahlen, was hab ich an Betriebsmittel, wie sieht mein Umfeld aus.


    Wichtig ist - und das wurde bereits gut und gründlich beschrieben : Luftdruck und Luftmenge - sonst wird das nie was!

    Ich verwende z. B. einen Schraubenkompressor mit stetig 8-9 Bar. Weniger Druck geht nur bei Glasperlen (Alugehäuse) oder Nussgranulat ( Kolben)

    Bei großen Stahlteilen geht man einfach zum Beschichter bzw. Strahler - das ist effizienter, sauberer und letztendlich günstiger.


    Und das Strahlmittel ist sehr wichtig! Strahlen mit Quarzsand ist z.B. verboten, weil es Lungenschädigend ist!

    Und dickes Eisen ist mit Stahlschrot auch besser behandelt als mit Glas...........

    Und Blechteile kann man bei falscher Handhabe auch schnell außer Form bringen....


    Für kleinere Teile eignen sich div. angebotene Strahlkabinen welche aber - und das wird immer werksseitig vergessen wird - zwecks Materialschonug- innen immer mit Kunststoffplatten auskleiden sollte.


    Und noch was will ich Euch verraten: Bei fast allen Strahlpistolen wird an den Strahldüsen gespart - denn diese sollten aus Keramik sein, damit sie länger halten!

    Und wenn man ne billigere Pistole hat? Einfach einen alten Kolbenbolzen entsprechend zurechtdrehen - was glaubt Ihr wie lange der hält!

    Und dann nochmal den erhobenen Zeigefinger...........Keine weichen Motorenteile z.B. Alu welche vom Ölkreislauf benetzt werden mit Sand strahlen----der geht nämlich erst dann raus, wenn wieder heisses Öl dazu kommt.........und das ist verdammt schlecht!

    Aber der Motorenbauer lebt auch von diesen Fehlern.....in meinem Falle lebte....

  • Hallo Zusammen,

    toll, wie viele interessante Antworten innerhalb 1 Tages ! :-)

    Das ist eben genau dieses Forum und deswegen liebe ich es... :love:


    Also, ich möchte natürlich nicht eine ganze Karre abstrahlen. Dazu hätte ich einen guten Bekannten, der so etwas beruflich macht :-) Nein, mir ging es darum, dass ich ab und an mal ein kleineres Einzelteil zwischen die Finger bekomme, das ich vernünftig reinigen möchte. Aktuell ist es Luftfilterteil aus Blech, ca. 35 x 15 cm Natürlich kann man dies auch mit einer Drahtbürste auf der Bohrmaschine blank machen, aber da kommt man nicht richtig in die Ecken und Fugen.

    Einen Kompressor mit 8 bar hätte ich schon zur Verfügung.

    Aber wenn ich Euch alle so richtig verstehe, dann ist es wohl doch besser ich besuch meinen Bekannten auf ein Bier :-)


    Auf jeden Fall ist es sehr interessant, welche Erfahrungen doch schon gemacht wurden.


    Vielen Dank dafür !

    VG
    Claus