Posts by speedy

    ...und da muß ich was ergänzen - so aus Erfahrung:


    Viele sind der Ansicht, mit Ventileinstellen ( also mit der Fühlerlehre) ist man auf dem richtigen Weg zur Geräuschminimierung. Das stimmt nicht ganz.......


    Wenn Ihr mal die Ballen eines Kipphebels anschaut - also da wo er auf das Ventil trifft- dann werdet Ihr sehen, dass sich das Ventil oft im Kipphebel eingeschlagen hat. Richtig?

    Wenn man also bei diesem Kipphebel das Ventispiel einstellt, nimmt man die Fühlerlehre, schiebt sie zwischen Kipphebel und Ventil und........schon hat man u.U. einen Fehler gemacht.....

    Die Fühlerlehre ist zwar stramm, aber bei der Spieleinstellung kommt ja noch der eingeschlagene Bereich vom Kipphebel dazu!!!

    So, und das ist dann das übermäßige Ventilspielgeklapper.......


    Beseitigen kann man dies, indem man die Kipphebel an der Ballenfläche nachschleifen lässt.

    Kommt bitte nicht auf den Gedanken das selbst zu werkeln! Das geht in die Hose...

    Instandsetzer (der alten Schule...) haben hierzu eine spezielle Vorrichtung.


    Der Tipp ist wie immer kostenlos....aber nur für hier aktive Mitdiskutierer!


    Speedy

    Es muß nicht immer ein Neuteil sein.......


    Für Wellen, welche durch Wellendichtringe eingelaufen sind und die an der Kontaktfläche eine Verschleißnut haben, gibt es eine Reparaturlösung.


    Es gibt hierfür Rep.-Kits, welche eine dünne aber verschleissfeste Edelstahlhülse beinhalten.

    Und dabei ist auch das zum Aufpressen notwendige Hilfswerkzeug. Ich verwende diese Kit seit vielen Jahren bei der Motoreninstandsetzung von älteren Motoren.

    Allerdings ist es erforderlich den Durchmesser des zuvor gereingten Wellenzapfens relativ genau zu messen. Diese Rep-Hülsen haben jeweils nur eine geringe Durchmesserzuordnung, das bedeutet, der Anbieter muß sehr viele maßlich passende Kits in Vorlage halten - also immer passend für fast jedenDurchmesser.

    Montiert werden sie mit einer einfachen Handhebelpresse.


    Wenn genauere Details erwünscht sind, schaue ich gerne mal in meinen Unterlagen (die ich nicht hier vorliegen, sondern in der Werkstatt habe) nach.

    Chris, danke für den Hinweis.

    Dennoch empfehle ich auch bei einer Pumpenneuinstallation meine genannte Vorgehensweise.

    Einfach auch deshalb, um das Rückschlagventil sofort funktionsfähig zu machen und die Pumpe zu entlüften.

    Zudem kann man bei dieser Gelegenheit auch prüfen, ob ggf. der Filtersieb (bei Blechtanks), welcher am Beginn des Saugrohres im Tank angebracht ist, noch freien Durchgang hat.

    Ich habe früher diesen Filter eh immer entfernt und durch einen Tauschfilter vor der Pumpe ersetzt. Denn bei einem älteren Fiat sammelt sich da oft so viel, dass der Motor zu stottern beginnen kann.

    Wenn eine Bezinpumpe lange unbenutzt wird trocknet die Membrane aus, wird spöde und rissig - dann geht nix mehr!


    Abhilfe ist ganz einfach:

    In die Apotheke gehen, eine große Spritze (ohne Nadel natürlich...) kaufen, und den Sprit am abgezogenen Benzinschlauch vor dem Vergaser ansaugen.

    Wenn der Sprit dann ein paar Stunden alles eingeweicht hat, ist die Gefahr einen Membranenrisses fast nicht gegeben, und die Pumpe funkt wieder!


    Dieser Tipp ist für Forumsmitglieder kostenlos..........

    Nach meinen Feststellungen lege ich das Ganze so aus:


    Die Zeichnung für die Abarth-Modelle im Rep.-Buch ist nicht identisch mit der Wirklichkeit.

    Der Ventil-Sitzwinkel beträgt bei allen Typen der Modellreihe immer 45 Grd.

    Die Ab.-Modelle haben jedoch keinen Übergangswinkel zum Kanal von 75 Grd. (dies haben nur die leistungsschwachen Motoren) , sondern sind rechtwinklig (90Grd.) vor dem 45Grd. Ventilauflagesitz gefräst - damit ergibt sich automatisch ein größerer Durchmesser zum Kanal hin und der freie Durchlass wird größer!

    Lässt sich übrigens mit jedem Zylinderkopf so machen ........und bringt auch etwas mehr Druck auf die Achse.......

    zur Ergänzung des Beitrages von Klaus:


    Es ist ratsam die herausgerutschte Stößelstange zunächst ganz raus zu nehmen und auf mögliche Verbiegung prüfen!

    Wie?

    ....einfach auf einer planen Fläche rollen lassen, dann sieht man es deutlich

    ...na gut....es stößelt halt was neben dem Kipphebel (...und ich seh das eh nur mit halbem Geäug...)


    Aber damit ergibt sich noch nicht der Zustand der Nockeln auf der Welle .....die sitzen viiiiel tiefer!


    ...und achte mal auf den 1. Stehbozen der Kipphebelwelle .....ich mein der schaut a bisserl weit raus - kann mich auch täuschen (Begründung siehe im ersten Satz....)

    Gestrahlte Aluteile werden mit heisem Wasser im Ultraschallbad gereinigt - dann gehen die Strahlgutteile raus.

    Im Übrigen sollte beim Glasperlenstrahlen der Luftdruck so eingestellt sein, dass die Glasperlen nicht zerplatzen, sondern die Oberfläche verdichten -sonst wird das nix mit dem guten Aussehen, denn es wird matt.

    Nussgranulat geht auch zum Reinigen - aber ist teilweise zu schonend, weil Null Abtrag vom Alu erfolgt. Verwende es hauptsächlich für Kolben und deren Ringnuten.

    moin stefan,

    um hier tiefer einsteigen zu kommen, fehlt einfach die defintion für "machen lassen"... gerade vor dem hintergrund, dass es auch immer ................

    1. stichwort korrekte steuerzeiten: da du den wagen ja gerade erst übernommen hast, wer war da vorher dran und hat sich schon probiert? könnte also m.u. auch mit deinem klappergeräusch zu tun haben, das frisch eingestellte ventilspiel mal als "ok." aussen vor gelassen... wurde auch mal ein kompressionstest durchgeführt? korrekte zündeinstellung setze ich ebenfalls voraus.
    2. .....................................................

    beste grüße

    chris

    Aus meiner Erfahrung möchte ich anmerken, dass mind. 75 % aller lange gelaufenen 70Hpler eine defekte Nockenwelle haben............................da nutzt auch ein Einstellen der Ventile nix mehr!

    Und der Abrieb muß durch die Ölpumpe..........die wird dann auch langsam platt im Druck und in der Menge .....und die Schmierung der Lager........

    ...da tun sich Rattenschwänze an Problemen auf!

    Man sollte sich im Klaren sein was man will -- es gibt nämlich verschiedene Methoden bei der Bearbeitung.


    Das Endergebnis kann sein:


    Säubern und Glanzlackbeschichten

    Säubern und Kräusellackbeschichten

    Säubern und Lackieren

    Säubern und Mattsilber natur

    Säubern und Glanzsilber natur


    ..........denn für jedes Verfahren ist ein anderes Strahlmittel anzuwenden!

    Wichtig ist auch, mit welcher Art von Alu man zu tun hat ( Legierung, Gussart).

    Allein für für Glasperlenstrahlen (natur) verwende ich 4 verschiedene Sorten Glaskugeln.


    ....und bei einem Südländer sollte es sowieso immer rosso Kräusellack sein!!!!

    Mein lieber Kehrmeister....lies noch mal die Frage oben ganz genau!


    Und Du glaubst, dass bei der Verwendung dieses Werkzeuges die Kolben noch mal verwendbar sind.......?

    Mit den Pilzförmigen Alustopfen verstehe ich nicht, sind diese nur in die Bohrung des Kolbenbolzens gesteckt und reiben dann beim "wandern" des Kolbenbolzens als weiches Material gelegentlich an Zylinderlaufbahn?


    Gruß Holger

    Genau, die sind nur eingesteckt, haben ein geringes Spiel gegenüber der Zylinderwand und sind ganz einfach aus Alu!

    Es gab früher diese Art der Klemmpleuel sehr oft: Mini, Opel, Ford, Simca, Fiat, Amis aller Art, und v.a.m.

    Heute gibt es diese Art fast nicht mehr.

    Den Motorenbauer kannst Du gerne fragen - aber er sollte schon etwas älter sein...

    So als Ergänzung: Ich baue Motoren seit 1970, ab 1982 mit eigenem Betrieb..........heute bin ich allerdings überwiegend in Rente......und versuche meinem eigenen Fuhrpark innerhalb meiner Restlaufzeit in den Wunschzustand zu bringen!

    Also mal eins vorneweg: Auspressen ist nicht so das Richtige.....


    Denn bei dem Ganzen ist Wärme im Spiel und weniger eine Presse!

    Insbesondere dann, wenn Die Kolben wieder verwendet werden sollen.

    Ich hab das immer so gehändelt, dass ein Dorn in den Kolbenbozen eingeführt wird, und der Kolben wird zweckmäßiger-weise in einem dicken Lederhandschuh gehalten. Jetzt wird das obere Ende des Pleuels mit einer schmalen Flamme eines Brenners erhitzt und bei entsprechender Färbung wird der Kolben mit der linken, behandschuhten Hand gehalten und mit einem Hammer und dem Dorn in der rechten Hand der Bolzen ausgeschlagen. Hierbei entsteht kein Verzug, insbesondere weil es kein festes Gegenlager gibt. Beides dann ganz normal abkühlen lassen.


    Der Einbau ist ähnlich, jedoch spannt man das Pleuel in den Schraubstock., und ölt Kolben, Bolzen und Pleuelkof ein. Der Bolzen wird mit Kühlmittel auf hohe Minustemperatur gebracht. Der Einführdorn bekommt einen konisch zulaufenden (alten) Kolbenbolzen vor den einzubauenden Bolzen gesetzt. Wichtig ist auch der entsprechende Kolbenanschlag am Einführdorn (denn das Pleuel soll ja auf dem Bolzen mittig sitzen!). Jetzt erwärmt man das obere Pleuelende, nimmt den Führungsdorn in die Rechte, schiebt den unterkühlten Bolzen drauf ,dann den Führungsbolzen und mit der Linken nimmt man den Kolben.....hebt ihn auf das Pleuel und schiebt den Dorn mit einer schnellen Bewegung rein......das war`s!


    So, auch wenn ich das hier ausdrücklich geschildert habe: Lass es lieber sein! Denn bei diesem Spiel brauchst Du mehr als gute Erfahrung und Übersicht - denn alles muss beim ersten Mal passen!!! Es gibt da kein Hin und Her......

    Es gibt noch viele andere alte Motoren mit diesen sogg. Klemmpleuel, und es gehört einfach viel Übung zu dieser Arbeit!

    Ich habe früher hunderte Male dies gemacht - aber heute, wo ich nur noch mit einem Auge sehe, mach ich es auch nicht mehr alleine!


    Aber nach diesen frustieneden Zeilen bekommst Du doch noch einen kleinen Trich von mir wie Du das Problem löst:


    Früher gab es im Motorsport die sogg. Gruppe A. Da wollte man, dass die Kolben und Bolzen besonders gut laufen, aber auf dem Pleuel haben sie ja geklemmt.....

    Also gingen wir hin, und haben auf der Honmaschine das Pleuelauge so geweitet, dass der Bolzen schön drin flutschte...

    Jetzt lief der Bolzen zwar in Kolben und Bolzen sehr leicht - das war ja gewünscht- aber der Bolzen streifte dann an der Zylinderwand! Deshalb haben wie kleine, pilzförmige Alustopfen gedreht und diese einfach links und rechts auf den Kolbenbolzen gesteckt. Die Gesammtläge de Pakets war dann ca 0,5mm kleiner als der Zylinderdurchmesser - aber der Bolzen war fixiert. Ich habe dieses Verfahren bei x Fiat und Alpine-Motoren angewendet, einfach weil es was gebracht hat und relativ einfach war.

    Es ist zwar nicht meine Erfindung, sondern kommt aus dem alten Flugmotorenbau, aber Du braucht den Trick ja nicht jedem verraten! Versprochen....?

    Hallo Zusammen

    dann stelle ich mich auch mal kurz vor.

    Mein Mitgliedsname MC78 steht für Lancia Montecarlo Bj78. Ich besitze das Fahrzeug jetz knapp 33 Jahre.

    Gruß

    Markus

    Hallo Markus,

    ..ich hab da mal ne Frage:

    Hast Du den Deinigen mal gebraucht aus der Gegend von Bad Krozingen oder aus dem Bereich Emmendingen erworben?

    Grüße Speedy

    So macht man Asche! Mit "überholten Motoren...."!


    ............beachtenswert sind z.B. die noch sichtbaren "Jahresringe" in den Zylinderwänden!

    Jahresringe? = das sind die Standspuren der Kolbenringe wenn er nur ein paar Mal im Jahr gefahren wird und diese dann wieder Zeit haben an der Lauffläche anzubacken........Aber neue Ringe in unbehandelten Zylindern geht gar nicht!


    Und neue Lagerschalen gibt es keine? Und der Zylinderkopf nicht geplant (aber glasgestrahlt), und........

    ....gut, aber vieles ist neu lackiert!

    PS. so ein Motor ist ein typischer Fall für einen späteren Rechtsstreit. Hinzu kommt noch die Offerte als "privater Anbieter":



    Beschreibung

    Autobianchi A112 , 48 PS Motor, Motorkennung B1.000,

    komplett überholter Motor mit neuem Dichtsatz, neuer Steuerkette neue Ventile,

    70 HP Zylinderkopf (größere Einlaßventilsitze), grundiert, und mit den

    vorgeschriebenen Drehmomenten zusammengebaut.

    Falls noch Fragen bitte anrufen

    Ansonsten wie immer, keine Garantie, keine Rücknahme usw., da Verkauf von privat.



    Ich weis ja nicht, ob der Anbieter auch hier im Forum tätig ist (dann sollte er aus Scham rot werden) aber trotzdem muß ich einfach mal sagen, dass diese "Überholung" mehr einer osteuropäischen Aufbereitungsqualität während der Wendezeit entspricht..........oder aus einem "afrikanischen Fachunternehmen"


    Und ich Dummkopf habe Jahrelang Handwerkskammer- und Innungsbeiträge als anerkannter Instandsetzungsbetrieb gezahlt.........





    ...........also, die Schramme an der Tür kenn ich nicht! Aber der Rest ist ziemlich stimmig.......................


    Ich muß aber anfügen, dass ich vor dem Verkauf durch den Letztbesitzers ein Gr0ßteil der "guten Sachen von mir" wieder ausgebaut habe. Es war mir nämlich ursprünglich ein Vorkaufsrecht zugebilligt worden weil ich die Umbauten nicht abgerechnet hatte. Aber wie das halt so ist unter " Kollegen" ....und jetzt sind eh schon alle von damals tot.

    In den 70ern hatte ich mal eine 850er Limo, welche bereits vorher für Rennen genutzt worden war, etwas umgebaut.

    Sie bekam einen unverkleideten Frontkühler, eine am Wagenboden verlegte ( und mit entsprechenden Radien gebogene) Alurohranlage ohne Verkleidung. Der Innen- Durchmesser der Leitungen war m.W. um 40mm. Das besondere war allerdings die Verwendung einer elektrischen Wasserpumpe ( hat auch renntechnische Vorteile...) Ergänzt wurde der Kreislauf durch einen im Motorraum rechts unten liegenden Alublechtank, welcher, mit Kühlrippen versehen, zusätzlich die Kühlwassermenge nochmals um ca. 5 Ltr. vergrößerte. Die Übergänge waren Gummischläuche. Das Autochen wurde dann nur noch ohne Lima bei Bergrennen genutzt. Jedenfalls hatte ich, im Gegensatz zum damaligen Vorbesitzer, nie Probleme mit der Kühlanlage.

    Leider war ich damals nicht der Besitzer des Fiat, durfte ihn aber nutzen, weil ich dem Besitzer seine anderen Rennfahrzeuge gewartet habe.

    Er wurde in den 90ern (ohne meine Kenntnis) nach Berlin verkauft und ich habe nie mehr was von dem grünen Renn-Fahrzeug gehört...........