Zahnriemenspannung 835 C4.000, 1.8i.e.

  • Ich habe heute zufällig meinen Zahnriemen in der Hand gehabt. Da ich ja Zahnriemen-Hypochonder bin, ist meine Abdeckung oben offen, damit ich immer alles im Blick habe. Er war sehr locker, zwischen den Nockenwellenrädern konnte ich ihn ca. 1,5 cm hoch und runter bewegen. Ich habe ihn nachgespannt, das war so nicht okay.


    Seit dem Wechsel (selbst gemacht) habe ich 4000 Km in fünf Monaten abgespult. Ist ein Conti-Riemen mit allen Rollen und Lagern. Ausgleichswellen sind stillgelegt, der zweite Riemen somit nicht verbaut. Der Riemen wurde damals sinnig gespannt (nicht zu stramm und nicht zu locker, aber ohne Werkzeug, dafür mit Verstand) und zwischendurch hab ich auch immer mal nachgesehen. Die Spannrolle war heute auch fest. Ist ein 1.8i.e. Lampredi Twin Cam mit 90 PS.


    Frage ist jetzt, warum er so locker war. Wenn ich den nicht im Auge gehabt hätte, wäre der irgendwann geflogen...


    Gruß Frank

  • Hallo Frank,


    in der Regel solltest Du den Riemen nach dem Spannen nicht mehr als 90° verdrehen können - dann passt das!

    Diese Faustregel gilt beim Neueinbau und kann man auch ohne Spezialwerkzeug bewerkstelligen. Funktioniert bei meinen ohc´s auch seit zig Jahren.

    Das Nachspannen halte ich bei vorher korrekter Spannung jedoch für problematisch, denn ein neuer Zahnriemen kann bei nochmaligem Nachspannen möglicherweise überdehnt werden.

    Ist der Riemen eventuell beim ersten Spannen vielleicht nur nicht stramm genug gewesen? In diesem Fall wäre die Gefahr einer Überspannung ja nicht gegeben...

    Lass uns mal weiter teilhaben, ich bin neugierig...

  • Die Spannrolle war heute auch fest.

    ...bedeutet?


    hallo frank,

    ist die spannrolle von der befestigung fest, oder hat die rolle ein ding weg? hast du die vor 4000km mit erneuert?

    wenn die spannrolle vom (kugel-)lager jetzt "fest" ist, dann bitte einmal alles neu. hat einen entspannte nachtschlaf zu folge.


    damit das mit dem "Zahnriemen-Hypochonder" nicht zu doll ausufert, schicke ich dir per PN jetzt noch was rüber. die unterlagen sind mit deiner motorkennung vom tempra sw, bei deinem auto spuckt er mir nur den 836 A6000 aus.

    good luck

    chris

  • in der Regel solltest Du den Riemen nach dem Spannen nicht mehr als 90° verdrehen können - dann past das!

    grundsätzlich und ergänzend zu uwe's tipp...

    ein schon tausende kilometer gelaufener zahnriemen fühlt sich kalt immmer etwas "löckriger" an als bei der neumontage. nachspannen ist eigentlich ein "no go"! (an meinem ritmomotor war solch ein warnaufkleber von werk aus an der zahnriemenverkleidung)


    wenn man(n) mutig ist oder es partout nicht lassen kann, funktioniert so etwas nur als übergangslösung. er sollte dann abschließend auf alle fälle immer noch loser als beim neueinbau sein...

    dieser "tipp" ist aber eher nach hausfrauenart, und kommt definitiv nicht vom kfz-meister!


    abschließend sollte man, wenn einem die spannung zu lose vorkommt und bevor man anfängt irgendein schraubenschlüssel zu drehen(!), die zahnriemenspannung auch noch im richtig motordurchgewärmten zustand prüfen. fühlt sich das dann im "warmen" doch gut stramm an, kann man es vorerst einfach so lassen und auf "beobachten" setzen.

    grüße chris

  • Danke für die Infos und Daten. Ich hatte ihn damals nach der 90 Grad-Regel verbaut. Das gestrige Nachspannen sehe ich nicht so kritisch. Die Materialien haben sich in 40 Jahren verbessert und ein Zahnriemen kann schon einiges ab mittlerweile. Er ist auch noch nicht wieder gelaufen mit der neuen Spannung. Ich nehme jedoch wieder etwas Spannung raus und prüfe das nochmal im warmen Zustand. Möglicherweise hängt das mit den aktuellen Temperaturen zusammen.


    Gruß Frank

  • Hey,


    ich habe gerade durch zufall letzte Woche mit einem Kumpel über Zahnriemen gesprochen der KFZ Mechniker ist. Er hält nichts von den Conti Riemen und hat das was von der Zusammensetzung erzählt die weiter ist oder so. Desweiteren hab ich ähnliches schlechtes über Conti Riemen vor ein paar Tagen in einem Video auf Youtube von einem Motorenbauer gehört. Die empfehlung von meinem Freund war Gates die hat er jahrelang verbaut und nie irgendwelche Probleme gehabt.

  • Ich bin auch vor Jahren von einem Fiat-Mechaniker vor dem Conti-Riemen gewarnt worden, weil der angeblich die Nockenwelle ruiniert ?!?

    Deshalb habe ich seit wohl 30.000km und fast 30 Jahren (davon allerdings 21 Jahre Stillstand) den originalen Zahnriemen von meinem Triger-Umbausatz drin.

    Mein "Chefmechaniker" mit 50 Jahren Berufserfahrung (und Freundschaft) hat ihn kontrolliert und für unbedenklich befunden.

    Deshalb bleibt er drin ,obwohl ich weiß, dass mein Abarth-Motor kein Freiläufer ist. 8)

  • Ich darf mich kurz einmischen....

    der Conti-Riemen macht keine Probleme. Bei diesen Motoren muss eine bestimmte Reihenfolge eingehalten werden. Habe mehrere Autos mit diesen Motor und habe jahrelang auf diese Autos gearbeitet.

    - Motor auf Markierung und Riemen auflegen

    - Riemen spannen (und zwar die Spannrolle nach oben und nicht nach unten(Hier werden die meisten Fehler gemacht)) und Motor 2x in Drehrichtung durchdrehen

    - Wenn die Markierungen und die Spannung in Ordnung sind, Motor starten und 1-2 min. laufen lassen

    - Motor nochmal auf Markierung drehen und Spannung kontrollieren. WICHTIG: die Riemenseite an der Spannrolle muss entlastet sein. Motor nicht rückwärts drehen!

    - Riemen spannen, Motor durchdrehen und Markierungen kontrollieren. Die Markierungen müssen Haargenau passen. Das machen sie auch wenn richtig gearbeitet worden ist.


    Diese Motoren haben das gerne, dass die Riemen wenn die Reihenfolge nicht eingehalten wird, locker sind. Wenn dann die Spannrolle nach unten gespannt ist dann fliegt alles auseinander weil die Riemenzähne an der Spannseite aneinander reiben.

    Ein Nachspannen nachdem der Motor schon 4000km gelaufen ist würd ich nicht empfehlen. Dieser Motor hat keine automatische Spannrolle, ein Nachspannen ist nicht vorgesehen.


    Grüße,

    Al

  • Danke Jungs für die wertvollen Tips. Die Rollen sind alle neu gekommen und mit fest meinte ich, dass sich die Spannrolle nicht gelockert hat. Die Reihenfolge habe ich eingehalten, bis auf das zweite (nachspannen??) spannen nach dem Motorlauf. Der Spannrolle ist von oben gespannt. Da sehe ich nicht das Problem. Zur anderen Seite des Riemens sind über 1cm Luft. Da sollte nichts aneinander kommen. Aber mit dem von unten spannen nehme ich für den nächsten Wechsel auf.



    Durch das Nachspannen sind meiner Meinung nach keine Schäden entstanden. Er ist mit der Spannung nicht gelaufen und im Betrieb ist der Riemen ja auch Zugkräften und Schwankungen ausgesetzt. Ich habe auch nicht mit Gewalt gespannt und den Riemen bis zum knistern gedehnt. Ich werde das Phänomen weiter beobachten und berichten.


    Gruß Frank

  • Ein sprichwörtlich "spannendes Thema"...


    Ich habe in den letzten Jahrzehnten eigentlich auch deshalb immer auf Conti gesetzt, weil es dort im Gegensatz zu anderen Herstellern auch den Hinweis auf die "Verwendung bis..." gibt. Ich hatte sonst immer die Sorge, dass ich einen 30 Jahre ollen Riemen aus der hintersten Ecke im Lager erwischen könnte.


    Gibt es da eigentlich noch andere Hersteller mit so einer Info? Bei Dayco, Gates und Co. hab ich bisher noch nichts gesehen.


    Oder ist die Sorge vielleicht sogar unbegründet?

  • Siegerehrung:


    Prüfe niemals die Spannung vom Zahnriemen bei -5 Grad... Dann scheint der lose zu sein. Bei +15 Grad greift die 90 Grad Regel und bei warmem Motor ist dann alles im Lot. Krasse Sache. Dann kann prinzipiell bei keinem Auto die Spannung stimmen, da ich ja schon Unterschiede bei 15 Grad und 30 Grad ”Werkstatttemperatur“ habe. Feste Rolle ist also eher ein Schätzeisen.


    Gruß vom Zahnriemenhypochonder

  • Aaalso, nachdem jetzt die Zr-Spannung ungerechtfertigterweise erhöht wurde, und dass obwohl sich in den meisten Deltas ein Warnhinweis findet, dass man das nicht machen soll, wäre ich JETZT nervös und aus meiner Sicht wäre neumachen angesagt, zumindest beim 16v auf jeden Fall. Ich kenne aber den C4.000 nicht.


    Ich habe gute Erfahrungen mit Dayco und verwende nur noch diese Marke. Ausserdem werden alle Riemen mit Zähnen nur mit dem Original-Spezialwerkzeug gespannt... war einmal teuer, aber dafür habe ich noch keinen ZR verloren.


    Beste Grüsse

    Christof

  • Blödsinn, jeder normale Mechaniker überprüft die Spannung bei unseren Spagetti-Motoren mit den Fingern. Es ist auch bei deiner Grütze völlig unwichtig welche Marke man verbaut. Wenn de Angst hast wechsel alle 50 TKM o. nach 5 Jahren. Stelle dir vor es gibt ital. Motore die haben Vorgabe,,,, Wechsel alle 2 Jahre, Einstellung der Steuerzeiten durch umstiften der 4 Nockenwellen Räder weil 2 Zahnriemen. Nach ca. 50000tkm alle Riemenräder kontrollieren besser erneuern. Was heulsde wenn de son Auto haben würdest. (willst du garantiert) Jede Werkstatt macht deinen Motor für ca. 250 Euro. Wie kann man sich so lange drüber Unterhalten???? Entschuldige, mir war grad so.

  • Okay, jetzt wird man hier auch schon für blöd erklärt, weil man was richtig macht.. sorry, ich hab meinen 2.0 16v eigenhändig überholt, da mach ich auch den Zahnriemen richtig, eh mir wegen irgendeinem Kleinscheiss alles zu Klumpp geht. Sorry, aber solche Beiträge kann man sich sparen, auch "wenn einem gerade da nach ist.."

  • Leuuuuuuutee, Entschuldigung ! Nicht gleich bockig sein. Niemand schreibt hier was von blöd !!!!

    Aber was ihr hier verbreitet ist doch teilweise falsch, riskant bzw. unwichtig u. völlig an der Realität vorbeigeschraubt.

    In keiner Werkstatt wird doch nach Marken sortiert sondern nach Preis u. manchmal event. auf Qualität geachtet.

    Ich kenn auch keinen der dazu das Prüfwerkzeug benutzt hat.

    Trotzdem kann man hier darüber schreiben u. bestimmt auch Ratschläge geben,

    Aber Ihr macht grad ne Wissenschaft draus.


    Hier kann jeder seine Meinung sagen u. bauen wie er will. Ich denke wir wollen uns auch alle helfen !! Aber manche Schreiberei.......