Wer kenn dieses Lenkgetriebe

  • Hallo.


    Ich würde auf Lada tippen (den kurzen Wellenstummel ins Lenkgetriebe gibts -mWn- beim Niva), ein zweites Indiz ist die Scheibe oben an der Einstellschraube fürs Lenkspiel: Das ist definitiv Lada.

    124 Spider/Coupe dürfte es nicht sein, weil das Gehäuse zu kurz ist (beim 124er ist die angegossene Befestigungsplatte unter dem Ölraum des Getriebes, hier auf gleicher Höhe)...


    fG

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  • Lada 2101-06, Niva etc. kann es nicht sein, weil die haben alle eine 3-Punkt-Befestigung am Rahmen. Das gilt auch für die Fiat-Schneckenlenkgetriebe aus der Produktionsperiode des Yeti 903. Zweifelsfrei stammt Lenkgetriebe aus einem Fiat, siehe Gusskennung, nur aus welchem ? Das Besondere beim YETI ist hier die Vierradlenkung. Wobei mir nicht ganz klar ist, wie hier die Übertragung von vorn nach hinten gelöst worden ist ? Man erkennt am Lenkhebel in Foto 1 die nachträglich angeschweisste Gabel für die Aufnahme eines Uniballs und eines Gestänges, das zur rechten Fahrzeugseite geht, eine Stangen-Verbindung im Rahmenboden zur Hinterachse hat, und dort einen Lenkhebel betätigen muss. Ich kann mir vorstellen, dass das hier gesuchte Lenkgetriebe mit einer 4-Punkt-Befestigung hohe Lenkkräfte aufnehmen muss, für das es ursprünglich nicht ausgelegt worden ist ?


    Das Getriebe stammt vom 124, die beiden Differentiale an Vorder.- und Hinterachse von der AR Giulia. Der Motor ist vom 903ohv Fiat 127. Hier ist so ziemlich alles verwurstet worden, was die italienischen Schrottplätze in den Jahren 1968 bis 1974 ausgespuckt haben. Die meisten Fiats hatten da schon eine Zahnstangenlenkungen gehabt, bis auf die uralt-Konstruktionen vom Fiat 500,600,850, die noch mit einem Schneckenlenkgetriebe hantierten.


    Fimat124, die von dir zitierte Einstellschraube (geschlitzter Kopf) zur Einstellung für das Lenkspiel ist auf keinen Fall zur Einstellung des Lenkspieles vorhanden !!! Da haben schon ganze Generationen von Fiat-Schraubern falsch dran gedreht. Damit wird nur das axiale Spiel der Lenksegmentwelle eingestellt, was keinen Einfluss auf das "Lenkungsspiel" hat !!! Das Lenkungsspiel wird grundsätzlich nur durch das Verdrehen der exzentrischen Exzenterbüchse auf der Lenksegment-Welle eingestellt !!! Damit wird das Lenksegment an die Lenkungsschnecke herangeführt, bis das normale Einbauspiel von 0,0 - 0,042 mm erreicht ist. Wenn du schon einmal ein solches Lenkgetriebe zerlegt und überholt hättest, würdest du nicht so eine gefährliche Weisheit verbreiten. Also lasst bitte den Schraubendreher von der Schlitzschraube, ihr macht damit nur das Lenksegment unzulässig schwergängig und beseitigt in keinem Fall das "Lenkungsspiel" !!!


    Wer es nicht glaubt, einfach Mal den Wagen vorne aufbocken, einer hält das Lenkrad fest, eine weitere Person (am besten der Ungläubige) bewegt das entlastete Rad um die Hochachse und dreht dabei auch die Lenksegmenteinstellschraube schön fest an. Ergebnis, das Lenkrad ist blockiert, das Spiel in der Lenkung noch vorhanden. Alles verstanden ?


    vitaloni, welchen Mangel hat denn dein Lenkgetriebe ? Kann man das nicht überholen ?


    Gruss aus dem Lenkungsgetriebedschungel

    Klaus

  • Servus.


    Hättest mal ein Bild von der Exzenterhülse des 124er Lenkgetriebes? Hätte ich bei der Überholung meines LGs nicht gefunden (weder original noch das vom 2101).


    Danke dir.


    Hab aber nicht gemeint, dass das gesuchte LG vom Lada ist (ich hab auf die Anbauteile geschaut). Die von mir beschriebene Zahnscheibe oben an der Einstellschraube kenn ich von den 2101er LGs, der kurze Wellenstummel beim Eingang war für mich Indiz, dass es nicht 124 Spider ist (hat eine lange Welle; gibt aber vom Niva eine kürzere Welle mit gleicher Globoid-Schnecke).


    VG

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  • Hallo

    Abarth Coppa Mille: Das Getriebe ist von der Appia, ansonsten ist alles richtig


    Das Lenkgetriebe, so habe ich herausgefunden, ist vom 616 Fiat, die es bekanntlich fast ausschließlich in Italien gibt.


    Ich habe jetzt das Lenkgetriebe überholt, mit frischem Fließfett gefüllt und wieder eingebaut. Der Einbau dauerte einen ganzen Tag, nicht weil ich so ungeschickt bin, sondern weil bei diesem Fahrzeug wirklich nichts schrauberfreundlich konstruiert wurde.

  • Hallo, ich freue mich für dich, dass du das richtige Lenkgetriebe vom 616 Transporter (N1 oder N2) für deinen Kasten gefunden hast :thumbup:. Unglaublich was die damals in Alba alles beim Yeti verwurstet haben ! Ich habe mich nämlich in meine Werkstatthandbücher und Ersatzteilkataloge vertieft gehabt, immer auf der Suche nach einem FIAT-Lenkgetriebe mit 4-Punkt-Befestigung am Rahmen. Fast ausschließlich haben alle Fiat-PKW aus den 50 - 60ern mit Schneckenlenkgetrieben eine 2 oder 3-Punkt-Befestigung, bis auf den Fiat CAMPAGNOLA, der ja auch ein Geländewagen ist. Allerdings ist dort der Lenkwelleneingang spiegelbildlich auf der anderen Seite angeordnet, und, er hat keine 4-Rad-Lenkung wie der YETI 903. Die Lenkgetriebe für den Campagnola sind bei ZF in Deutschland gefertigt worden, dagegen ist dein Lenkgetriebe eine FIAT-Konstruktion mit Alugussgehäuse, das gleiche von ZF war mit einem Stahlgussgehäuse ausgestattet. Für die Oelfüllung hat Fiat das Grassofiat (Tetula) Jota 1 empfohlen. Das ist ein klassisches, lithiumverseiftes Schmierfett für ältere Fiats. Einen kompletten Rep.-satz für dein Lenkgetriebe gibt es bei Landi, aber nicht billig.


    Wir beide haben uns vor ein paar Jahren ja schon in dem inzwischen geschlossenen Fiat 850 Info Forum ausführlich über deinen Yeti 903 ausgetauscht. Schön, dass deine Restauration inzwischen gute Formen angenommen hat.

    Noch einen schönen Sonntag

    Klaus



    gelenkte Hinterachse, wie der deutsche Stoewer 180W von 1936, hier Rückleuchten vom Fiat 1300/1500