" Der Blaue " , der beginn einer Resto

  • ....darf ich mal reingrätschen?


    Es fällt mir auf, dass die Kolben/Pleuel so schön plan auf dem Tisch aufgereiht sind.......

    Normalerweise sind für deine geänderte Brennraumform aber Kolben mit Dom notwendig - sind die auch so? Oder hast Du mehr Bohrung / Hub - dann passt es.

    Und der Block sieht ja prima aus - aber........

    ....gerade hab ich bei einem anderen Thema einen Vortrag hingeschmettert, weil die Schrauber prinzipiell die Stopfen der Ölkänle niiiiiieeeeee öffnen ........dahinter ist aber immer ne Wundertüte zu finden......

    Vielleicht bedarf es der Nachbearbeitung.....

  • So ........

    Heute war mal ein echter Kack Tag :wallb: .

    Den Motor mal weiter gemacht, Thema zusammen bauen.

    Hat eigentlich alles ganz gut funktioniert bis hier hin .


    Dann sollte der Zylinderkopf drauf






    Schraube Nr.10 abgerissen :censored:


    Habe diese vorher eingeölt ,von Hand alle fest gedreht und dann wie es mein Autobianchi A112 Buch vorgibt , mit 60 NM angezogen.

    Abarth ist dort sogar mit 68NM gelistet.

    Also alles wieder ab und schauen ob ich die blöde Schraube irgendwie zu packen kriege.

    Nachdem ich den Passring entfernt hatte kam ich glücklicherweise so gerade noch dran diese mit der Spitzzange zu drehen .



    Habt ihr eine Vermutung woran es gelegen haben könnte :noidea ?

    Neue Schrauben sind bestellt und dann folgt der 2te Versuch .


    Bis demnächst in diesem Theater :cu


    Stephan

  • Öl im Sackloch - evtl. angerostete Gewinde im Block nicht nachgeschnitten - Schraubenauflage ist beschädigt und nicht nachgestochen - Kein Grease für die Schraubenauflage verwendet - keine Zk-Schrauben der alten Version verwendet -

    Und was ich sonst noch sehe :/ ......bei diesem Neuaufbau.......

    Gut ist, der ZK glänzt von aussen wie ne Speckschwarte!

  • Hallo Toni,

    der Klaus Boljahn (BoljahnMotorTuning) hat viel empirisches Wissen gehabt, und so auch seine Motoren in Kölle jebaut.

    Der von ihm gestempelte Zylinderkopf ist jetzt an der zulässigen Plangrenze angelangt, siehe Kerzenbohrungen.


    Das du an dem Block und der KW alle 10mm und 14mm Oelkanalverschlussstopfen nicht geöffnet und mit der Klosettbürste nicht peinlichst die Kanäle von den jahrzehntealten HD-Oelkohleablagerungen befreit hast, kann man privat machen, wäre bei einem professionellen Motoreninstandsetzungsbetrieb als höchst fahrlässig zu bezeichnen. Bei dem zu erwartenden Lagerschäden würden die jeden Prozess verlieren. Haben gerade so einen Fall von einem bekannten Anbieter bei Kleinanzeigen aus dem süddeutschen Raum gehabt, der auch so schön bunt lackierte Motorblöcke anbietet. Bei der "Generalüberholung" sind keine Stopfen geöffnet worden !!! Nach 1h Betriebsdauer waren schon alle KW-Lager am Arsch. Er hat kompletten Ersatz liefern müssen. Ein Set 10 oder 14mm Verschlussstopfen kostet nur 3,50 EUR, dafür soviel Ärger einhandeln ?


    Insbesondere weil dein Block kurioserweise noch keinen Schraubölfilter im Hauptstrom hat, also vor Produktionsnummer 83466 sein müsste, und somit bei der ersten Inbetriebnahme das Gemüse zuerst durch die KW zu der antiquierten Ölschleuder auf dem vorderen KW-Stumpf wandert und das zerstörerische Werk schon begonnen hat. Wo wir gerade bei der Oelkohle bei diesem ohv-Motor sind, in jedem Fall sind auch die beiden Verschlussstopfen der geprüften Kipphebelwelle (meist an der Unterseite eingelaufen, neu kostet 90 EUR) zu öffnen. Was da alles heraus kommen kann, du wirst deinen Augen nicht trauen wollen.


    Der Verdrehabriss deiner 10.9 Kopfschraube ist hier der Klassiker. Warum das passiert ist, hat Speedy ja schon trefflich beschrieben. Ich kenne jemanden, dem hat das 5 ZKD gekostet, weil die wegen einer vorgeschädigten Kopfschraube, aber noch nicht abgerissenen Schraube, immer wieder durchgeblasen hat. Es gibt bessere, verstärkte 12.9 Dehn-Kopfschrauben (Set 68.- EUR bei abarth-online), die aber nach der Methode 1. Rundgang mit 40 Nm, dann jeweils mit 2x 90° angezogen werden. Gewinde leicht geölt, Kopfauflage trocken. Diese Methode hat den Vorteil, dass sich die störenden Faktoren, wie schwergängiges Gewinde an Schraube und im Block, unterschiedliche Reibungswiderstände an der Schraubenkopfauflage etc. nicht als streuender Drehmomentwiderstand einfließt. Einfach Mal 5 Minuten drüber nachdenken, kannst du doch.


    Wenn ich mir deine freigedrehte Sport-NW so ansehe, die ja hoffentlich 3 neue Lager bekommt, hat die bestimmt so um die 7 - 8 mm Hub ? Hat man früher so gemacht. Hast du auch die dafür erforderlichen Ausgleichbleche, die unbedingt unter die 4 Kipphebelböcke gelegt werden müssen ? Muss ich das auch erklären ?


    Noch einen schönen Schraubertag

    Klaus

  • Klaus.......genau meine Rede in einem anderen Betrag! Aber irgendwie nimmt man unsere "Sprüche" nicht so ernst. Und bei Dr. Google steht eh was anderes...

    Jetzt sind wir alte graue Männer, früher wurden wir um unser (Erfahrungs-) Wissen angelacht und heutzutage nur noch ausgelacht.

    Was solls, hauptsache wir freuen uns an dem was wir (erfolgreich) geschaffen haben!

    Allen ...Mitlesenden...eine gute Zeit - es ist ja bald wieder so ...

    Nachdem beim Aldi bereits Ende Septemeber die Lebkuchensaison beginnt, kann ich ja Anfang Dezember mal mit dem Jahreswechselwünschen anfangen...

  • Hi Klaus,


    Lager sind alle neu.

    Kurbelwelle sowie Nockenwelle.


    Aber Ausgleichbleche für die Kipphelwelle habe ich nicht, wusste ich auch ehrlich gesagt nicht.

    Wo bekomme ich die passenden dafür her?


    Dann werde ich mir mal die 10mm/14mm Deckel besorgen und schauen was mich erwartet .


    Es soll keine Entschuldigung sein, aber ich möchte natürlich soviel wie möglich selber machen und auch daraus lernen.

    Das da ein wenig Mangel an Erfahrung bei ist, bleibt nicht aus.

    Aber ich danke euch natürlich für jeden Tipp.


    LG Stephan

  • Die Ausgleichsbleche für die Kipphebelböcke kann man leicht selber machen . Alu-Blech in der gewünschten Stärke , 10er Löcher rein und dann provisorisch mit 10er Schrauben und Muttern die Böcke draufschrauben , mit Reißnadel oder dünnem Edding die Außenkonturen draufzeichnen, aussägen und entgraten . Alternativ für jemanden , der die Möglichkeit hat , CAD Datei erstellen und abspeichern . Kann man dann in der gewünschten Blechstärke jederzeit per Laser - oder Wasserstrahlschneiden reproduzieren . Wohl dem , der über Freunde mit entsprechendem Equipment verfügt . Ein leider zu früh verstorbener Freund von mir hat sowas mal schnell in der Mittagspause für entsprechende Bölkstoffzuweisungen erledigt ( bevorzugt : Augustiner Edelstoff ) .

    Achtung :!: Den Ölkanal beim Blech für den Mittelbock nicht vergessen , sonst kriegen die Hebelchen keinen Schmierstoff .

    Rudi 8)

  • Und nochmal aufpassen : Eines der Gewindelöcher im Block ist evtl. ein Sackloch ( soweit ich mich erinnere , müsste es das gegenüber vom Einlasskanal sein . Dort die Gewindetiefe nachmessen , die Schraube darf nicht auf dem Grund aufsitzen . Soweit ich weiß , ist dort eine etwas kürzere Schraube vorgesehen . Ist zumindest beim 770er Block so gewesen . Du hast ja noch einen der ersten A-112 Blöcke , mit Schleuderfilter . Da könnte es genauso sein . Unter dem Boden des Sacklochs verläuft ein Ölkanal . :!: :)

    Rudi

  • Hi ihr,


    ich habe jetzt mal versucht herauszufinden wieviele und wo die Stopfen für den Ölkanal sind.

    Ich habe jetzt 5x10mm und 2x14mm bestellt, das ist das was ich im Netz rauslesen konnte.


    Was ich nicht finden konnte ist, wo sind die Positionen alle ?


    Gibt es da eine besondere Vorgehensweise beim entfernen oder einfach loch rein bohren und mit einer eingedrehten Schraube raus knippen ?


    LG Stephan

  • Es soll keine Entschuldigung sein, aber ich möchte natürlich soviel wie möglich selber machen und auch daraus lernen.

    Das da ein wenig Mangel an Erfahrung bei ist, bleibt nicht aus.

    servus stephan,

    als geneigter Mitleser kommt - incl. mal "drüber schlafen" oder einen tag an der frischen luft - dann schon der Gedanke auf, sich vielleicht doch professionelle hilfe zu holen. man kann/muss einfach nicht alles können.

    ...und ja learning by doing kann so gut sein, aber eben auch gehörig in die hose gehen. auch monetär könnte auf deinem "deckel" hinterher eine größere Zahl stehen als gedacht.


    ich habe meinen wagen auch mit durchaus übertriebener detailverliebtheit aufgebaut. wollte eigentlich auch dem motor eine klassische auffrischungskur selbst verpassen... und ja, auch ich hätte dabei nicht die ölkanalstopfen für eine (fachgerechte!?) reinigung rausgenommen. ohne routine könnte es da dann auch noch die fallstricke geben, ob die neuen stopfen dann auch gut sitzen. hatte hier z.b. auch schon einen motorschaden, da ist so'n stopfen aus der kurbelwelle "gehopst". keine chance es vorab zu merken, keine chance der schadensbegrenzung.


    ich hab's dann komplett deligiert, und es war dann sicher auch in einer anderen größenordnung als vor projektbeginn gedacht, hat sich aber hinten raus sowas von gelohnt! das ganze läuft jetzt schon seit zehn Jahren & ca. 25'Tkm, hört und fühlt sich super an, und wenn er richtig warm ist, gibt's ohne schlechten gewissens auch mal dauerfeuer für zwei stunden autobahn.


    entweder versuchst du dir jemanden an die seite zu holen, der dich in allen belangen "coacht", oder du gibst das ding in geübte hände um hinterher beim fahren auch ein grinsen im gesicht zu haben. wie auch immer...


    good luck

    chris

  • Hi Chris,


    danke für die Zugabe deiner Meinung.

    Ich gebe dir da recht, es sieht zwar optisch alles ganz einfach aus, so ein Motor, aber im Nachhinein tun sich immer mehr Abgründe auf.

    Ich bin so weit gekommen und nun hänge ich am letzten Bauteil ( Motor) fest, obwohl alle Lager und Dichtungen schon gekauft sind.

    Selbst der Zylinderkopf ist schon fertig.


    Speedy hat sofort schon erwähnt die Ölkanäle zu überprüfen, naja , und Klaus hat den Rest gegeben.

    Ich werde mir gerade immer unsicherer :sad:

    Ich dachte mach ich, " mal eben ".

    Leider bin ich nicht mit dem goldenen Löffel geboren um einfach mal irgendwo hinzugehen und zu sagen " mach mal fertig " .

    Ich weiß eigentlich auch gar nicht wie teuer sowas ist.

    Ok, ist jetzt kein High-Tech Motor, aber es muss trotzdem bezahlt werden.

    Eigentlich soll er nur wieder gut laufen, ich fahre ja keine Rennen.

  • Ich mach das jetzt mal so..... nur um zu erfahren was dafür aufgerufen wird.


    Wenn gerade einer hier Mitliest und Zeit und Ahnung davon hat und mir Helfen kann und auch möchte , würde ich mich ( natürlich über PN ) mal über ein Angebot freuen. Ich packe auch gerne mit an, so ist es nicht.

    Vielleicht bekomme ich ihn ja doch mit Hilfe eines Fachmanns wieder am laufen, ohne meine blöden Fehler.

    Es geht nur um Block komplettieren und Kopf ( der ist ja schon fertig ) montieren, danach kann ich ja selber weiter hantieren.

    Sollte nur nicht 5std. entfernt sein :S


    LG Stephan